Jo im roten Kleid

frei nach dem Bilderbuch von Jens Thiele

Bist du das auf dem Bild“, fragt der Junge.
„Ja, das bin ich als Kind. Wenn du willst, kann ich dir etwas aus meiner Kindheit erzählen!“
„Langweilig“.
“O.k. dann erzähl ich dir, was ich tun würde wenn ich heute ein Junge wäre.“

Also erzählt ihm der Mann, wie er sich heimlich ein Kleid anziehen und im Spiegel bewundern würde, wie er sich einen Film ausdenken würde, in dem er die Hauptrolle spielt: einen Jungen namens Jo, der auch ein rotes Kleid trägt und deshalb verfolgt, gehetzt und gehänselt, aber auch geliebt wird.

Das Kleid. Weit und üppig kann man sich darin verlieren, darin verstecken, es kann jedoch auch einengen, die Freiheit einschränken und einen beinahe erwürgen. Kein Kleidungsstück ist so behaftet mit Zuschreibungen zu Geschlecht und Identität.

Zwei Schauspieler, ein Kleid und viele Vorstellungen von Weiblichkeit und Männlichkeit. Was passiert eigentlich wenn man sich den gängigen Geschlechterrollen nicht anpasst. Wovor hab ich eigentlich Angst? Und warum?

Eine Stück das Mut machen soll, sich nicht von gesellschaftlichen Konventionen einschnüren zu lassen und sein Leben selbstbestimmt zu leben.

Teaser

* Presse *

"Als berührenden Mix aus Erinnerungsmonolog und Tanzstück bringt Natascha Grasser das Bilderbuch von Jens Thiele auf die Bühne. Mehr...